Gemeinde(er)leben

Wir machen die Teststraße an Ostern kurzerhand zur Feststraße

Die spontane Idee kam von den Jugendlichen der Gemeinde, der Kirchenvorstand hat sie in einer Corona-Sondersitzung anlässlich der anstehenden Osterwoche aufgegriffen und geprüft und nun hat auch noch die Stadt Katzenelnbogen in Gestalt von Ortsbürgermeisterin Petra Popp dem Projekt ihre Unterstützung zugesagt. Damit steht diesem Ostergottesdienst der besonderen Art nichts mehr im Wege.

Zusammen aber fand sich die Lösung: Am Ostersonntag, den 4. April., wird in der Zeit von 10 bis 12 Uhr die Corona-Test-Straße auf dem Marktplatz in Katzenelnbogen die Zelttüren öffnen und zur Oster-Fest-Strasse für einen Drive-In-Gottesdienst. Alle, die Lust haben, sind eingeladen, in ihrem Auto auf den Marktplatz zu kommen und aus dem eigenen Wagen heraus die Osterbotschaft zu hören, die eigenen Osterwünsche vor Gott zu bringen und sich von Gemeindepfarrerin Dr. Anneke Peereboom segnen zu lassen. Auch ein eigenes Osterlicht zum Mitnehmen für jedes mitfeiernde Auto ist eingeplant. Natürlich auf Abstand und unter Einhaltung aller Hygieneregeln. Der Gottesdienst wird insgesamt nur wenige Minuten dauern – aber, wie Pfarrerin Peereboom augenzwinkernd bemerkt – „Das dürfte den meisten Menschen ja ohnehin entgegen kommen! Dann bleibt noch genug Zeit, um schön mit der Familie zu feiern, zu essen und Ostereier im Garten zu suchen.“ Aber für sie macht es einen wesentlichen Unterschied, ob Kirche ausschließlich via Bildschirm für die Gläubigen da ist, oder trotz Corona Mittel und Wege sucht, die frohe Botschaft von Mensch zu Mensch unters Volk zu bringen.

„Wir haben 2000 Jahre lange Erfahrung damit, in schwierigen Zeiten Glaube, Hoffnung und Liebe hochzuhalten, Menschen Kraft und Halt zu geben und sie darin zu bestärken, den Mut nicht zu verlieren. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Hoffnungsbotschaft, die gerade von Ostern ausgeht, je so sehr gebraucht wurde wie in diesem Jahr. Viele Menschen sind müde und mutlos geworden, sehen keine rechten Perspektiven mehr. Ihnen möchte ich im wahrsten Sinne des Wortes mit der Osterkerze ein Licht aufgehen lassen, und ein Stück Freude und Lebensmut zurückgeben. Gott steht uns bei und seine Liebe ist stärker als der Tod. Bei ihm hat immer das Leben das letzte Wort – das ist ja der Grund, warum wir Ostern überhaupt feiern! Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Wenn wir als Christinnen und Christen an Ostern nichts mehr von Hoffnung zu erzählen haben, dann brauchen wir uns auch überhaupt nicht mehr zu Wort zu melden. Meiner Meinung nach ist das das einzig wirklich Wesentliche, was wir dieser Welt zu geben haben: Hoffnung!“ meint die Theologin.

Wir freuen uns auf euren/Ihren Besuch beim Drive-In-Gottesdienst.

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