7 Wochen mit ...

Zitat der Woche
„Ein Tag, an dem du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.“ (Charlie Chaplin)

Zum Nach-Denken
Eine Frau kommt nach ihrem Ableben an die Himmelspforte. Als sie Petrus sieht, bringt sie gleich ihren sehnlichsten Wunsch vor ihn: „Lieber Petrus, ich möchte so gerne meinen Mann wiedersehen!“ Petrus guckt in seinem Computer nach. „Mal schauen, ob ich Ihren Mann in der Abteilung der Seligen finde“. Kein Ergebnis! „Ach, dann schaue ich mal in der Abteilung weiter hinten, bei den Heiligen“. Auch nichts! „Gute Frau, darf ich fragen: wie lange waren Sie denn verheiratet?“ „Über 50 Jahre“, sagt die Frau stolz. „Na, das ist natürlich etwas ganz anderes, da schaue ich gleich mal in der Abteilung der Märtyrer!“ Lachen, sich freuen, froh sein – es tut so gut! Kinder lachen etwa 400 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 15 Mal. Vielleicht ist es nicht zuletzt das, was das Älterwerden manchmal so schwer macht, dass man alles so ernst nimmt? Dass wir viel weniger Dinge wahrnehmen können, an denen sich unsere Freude entzündet? Vielleicht brauchen wir sie deshalb so dringend – die frohe Botschaft (so die Übersetzung von Evangelium) von Jesus Christus. Sie lautet: Krankheit, Leid, Schuld, Angst und Tod – sie haben nicht das letzte Wort über dein Leben! Gib ihnen nicht zu viel Macht über dich! Halte dich an den, der größer und mächtiger ist als all das und der es von Herzen gut mit dir meint. „Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört!“ schärft Paulus uns deshalb im Philipperbrief (4,4) ein, „Ich sage es noch einmal: Freut euch!“ Wir brauchen mit der Freude nicht darauf zu warten, dass alles rundum super läuft – denn das tut es nie (das tat es übrigens auch nicht, als wir Kind waren…). Wir können uns jetzt schon unseres Lebens freuen – weil jeder Tag mindestens einen Grund dafür irgendwo versteckt hält. Wir müssen nur aufmerksam hinschauen und ihn wahrnehmen – und ihn für wahr nehmen!

Bibelvers für die zweite Woche zum Auswendig-Lernen: „Dies ist der Tag, den der Herr macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“ (Psalm 118, 24)

für dich
Schaue dir in dieser Woche einen lustigen Film an, der dich zum Lachen bringt – am besten jeden Tag! Vielleicht die alten Stummfilme mit Charlie Chaplin im Internet. Oder einen Sketch von Loriot. Es ist ganz egal – solange du nur dein Lachen dabei findest. Schaue dir in dieser Woche einen lustigen Film an, der dich zum Lachen bringt – am besten jeden Tag! Vielleicht die alten Stummfilme mit Charlie Chaplin im Internet. Oder einen Sketch von Loriot. Es ist ganz egal – solange du nur dein Lachen dabei findest.

für andere
Schreibe deinen Lieblingswitz auf eine Karte und wirf sie einem Menschen in den Briefkasten, den du zum Lachen bringen möchtest. Oder ruf ihn an und erzähle den Witz. Und setze dann den Satz darunter bzw. hinterher: „Das Leben ist schwer genug. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, es leicht zu nehmen, lass es mich wissen. Es wäre mir eine Ehre, dir eine Freude zu machen. Hast du eine Idee?“

Zitat der Woche
„Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“(Martin Luther)
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“ (Vaclav Havel)

Zum Nach-Denken
Zum Nach-Denken:Schwarz oder Weiß? Glas halbvoll oder halbleer? Wie ich auf die Welt und das Leben schaue und ob ich etwas Positives von der Zukunft erwarte, hängt von vielen Dingen ab – der eigenen Veranlagung etwa, die uns eher zu Optimisten oder Pessimisten macht, den Erfahrungen, die wir im Leben gesammelt haben und dem Umfeld, in dem wir uns bewegen. Fest steht – wir alle brauchen Hoffnung zum Leben so nötig wie Wasser und Brot. Hoffnung ist das, was uns überhaupt handeln lässt. Hoffnung ist das, was dem gegenwärtigen Tun Sinn verleiht. Sie strahlt aus der Zukunft herein in die Gegenwart und macht diese heller. Sobald der Mensch aber aufgehört hat zu hoffen, hat er keine Kraft und kein Motiv mehr zu handeln. Momentan hoffen viele Menschen auf ein Ende der Corona-Pandemie, darauf, dass wir unser altes Leben zurückbekommen und endlich wieder so frei und unbeschwert leben können wie vor der Krise. Eine schöne Vorstellung! Aber christliche Hoffnung geht noch weit über diesen irdischen Horizont hinaus. Sie macht uns innerlich frei, weil sie nicht abhängig davon ist, wie die Dinge objektiv stehen (wie sich die Inzidenzwerte entwickeln bspw. und ob ein Sommerurlaub im Ausland realistisch erscheint). Sie macht sich daran fest, dass Gott über allen Dingen steht, dass er zu mir steht und es gut mit mir meint – aus dieser Hoffnung heraus kann ich vertrauensvoll leben und handeln, allen äußeren Umständen zum Trotz. Die christliche Hoffnung ist nämlich nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern (wie Vaclav Havel einmal sagte) die „Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Aus diesem Grund kann der Reformator Martin Luther sagen: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Leitfrage für die Woche: Worauf hoffe ich? Wer oder was nährt diese Hoffnung?

Bibelvers für die erste Woche zum Auswendig-Lernen
„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“(Römer 8,38-39)

für dich
Nimm dir Zeit und finde ein Symbol, ein Wort oder einen Spruch, der für dich Hoffnung ausdrückt. Male oder schreibe ihn auf – groß, klein, einfach oder verschnörkelt, so wie es zu dir passt und platziere ihn irgendwo in deiner Nähe, wo du ihm jeden Tag begegnest. Nimm dir Zeit und finde ein Symbol, ein Wort oder einen Spruch, der für dich Hoffnung ausdrückt. Male oder schreibe ihn auf – groß, klein, einfach oder verschnörkelt, so wie es zu dir passt und platziere ihn irgendwo in deiner Nähe, wo du ihm jeden Tag begegnest.

für andere
Setze ein Zeichen der Hoffnung – schenke jemandem eine Kerze und ein gutes Wort dazu, spende Geld für einen guten Zweck, bete für einen Menschen in Not oder triff eine gute Entscheidung für die Zukunft. Was ist das Apfelbäumchen, das du in dieser Woche pflanzen kannst?

Die Fülle des Lebens wertschätzen

Impulse für eine etwas andere Fastenzeit

Die 7 Wochen vor Ostern, die wir auch die Passionszeit (=Leidenszeit Jesu Christi) oder Fastenzeit nennen, sind traditionell eine Zeit des Innehaltens, Loslassens und Neu-Ausrichtens. Indem Menschen seit Jahrhunderten in diesen Wochen bewusst auf bestimmte Dinge verzichten (wie bspw. auf Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten aber auch auf Handykonsum oder unliebsam gewordene Angewohnheiten), versuchen sie, frei und offen zu werden für das Neue und Wunderbare, was Gott in unser Leben bringt. Denn Neues braucht Platz - dafür muss man Raum schaffen. Weiß jeder, der schon mal Frühjahrsputz gemacht hat!

Die 7 Wochen vor Ostern, die wir auch die Passionszeit (=Leidenszeit Jesu Christi) oder Fastenzeit nennen, sind traditionell eine Zeit des Innehaltens, Loslassens und Neu-Ausrichtens. Indem Menschen seit Jahrhunderten in diesen Wochen bewusst auf bestimmte Dinge verzichten (wie bspw. auf Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten aber auch auf Handykonsum oder unliebsam gewordene Angewohnheiten), versuchen sie, frei und offen zu werden für das Neue und Wunderbare, was Gott in unser Leben bringt. Denn Neues braucht Platz - dafür muss man Raum schaffen. Weiß jeder, der schon mal Frühjahrsputz gemacht hat!  Die Evangelische Kirche in Deutschland begleitet die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag traditionell mit der Aktion „7 Wochen ohne…“, an der auch wir als Kirchengemeinde und als Team vom Kirchenecho uns in den vergangenen Jahren rege beteiligt haben. Nicht so in diesem Jahr! Obwohl das Motto „7 Wochen ohne Blockaden“ sicherlich gerade in diesem Jahr zum Nachdenken anregt (im Internet finden sich unter https://7wochenohne.evangelisch.de/spielraum-sieben-wochen-ohne-blockaden diverse Anregungen, Andachten, Gottesdienste etc. und auch die Möglichkeit, sich elektronisch für eine Fastenmail anzumelden), hatten wir vom Redaktionsteam den Eindruck: In unserem Leben gibt es aufgrund der durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Beschränkungen ohnehin schon viel zu viele „OHNE“s! Da möchte man nicht unbedingt noch auf mehr verzichten, sondern vielleicht lieber bewusster und dankbarer leben. Dafür können wir in den 7 Wochen der Fastenzeit den Blick schulen und so manches auch schon gleich in die Tat umsetzen, um das Leben für uns alle wieder ein wenig bunter und hoffnungsvoller zu gestalten.

Insofern laden wir als Kirchengemeinde Sie in den Wochen vom 17. Februar bis zum 31. März ein, sich an der Aktion „7 WOCHEN MIT…“ aktiv zu beteiligen! Lassen Sie sich überraschen und machen Sie mit! Schlagen Sie jede Woche eine neue Seite auf, lesen Sie sie täglich einmal durch und legen Sie sich gerne ein kleines Notizbuch an. Darin können Sie Ihre Gedanken und Erfahrungen aufschreiben, Ideen sammeln und so ein Tagebuch durch die Fastenzeit führen. Wenn Sie an Ostern dann noch einmal nachlesen, werden Sie gewiss erstaunt sein, wie viele Segensspuren Gott in dieser Zeit für Sie und durch Sie ausgelegt hat.

Herzlichst, Ihre Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom