7 Wochen mit ...

Zitat der Woche
„Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“(Martin Luther)
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“ (Vaclav Havel)

Zum Nach-Denken
Zum Nach-Denken:Schwarz oder Weiß? Glas halbvoll oder halbleer? Wie ich auf die Welt und das Leben schaue und ob ich etwas Positives von der Zukunft erwarte, hängt von vielen Dingen ab – der eigenen Veranlagung etwa, die uns eher zu Optimisten oder Pessimisten macht, den Erfahrungen, die wir im Leben gesammelt haben und dem Umfeld, in dem wir uns bewegen. Fest steht – wir alle brauchen Hoffnung zum Leben so nötig wie Wasser und Brot. Hoffnung ist das, was uns überhaupt handeln lässt. Hoffnung ist das, was dem gegenwärtigen Tun Sinn verleiht. Sie strahlt aus der Zukunft herein in die Gegenwart und macht diese heller. Sobald der Mensch aber aufgehört hat zu hoffen, hat er keine Kraft und kein Motiv mehr zu handeln. Momentan hoffen viele Menschen auf ein Ende der Corona-Pandemie, darauf, dass wir unser altes Leben zurückbekommen und endlich wieder so frei und unbeschwert leben können wie vor der Krise. Eine schöne Vorstellung! Aber christliche Hoffnung geht noch weit über diesen irdischen Horizont hinaus. Sie macht uns innerlich frei, weil sie nicht abhängig davon ist, wie die Dinge objektiv stehen (wie sich die Inzidenzwerte entwickeln bspw. und ob ein Sommerurlaub im Ausland realistisch erscheint). Sie macht sich daran fest, dass Gott über allen Dingen steht, dass er zu mir steht und es gut mit mir meint – aus dieser Hoffnung heraus kann ich vertrauensvoll leben und handeln, allen äußeren Umständen zum Trotz. Die christliche Hoffnung ist nämlich nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern (wie Vaclav Havel einmal sagte) die „Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Aus diesem Grund kann der Reformator Martin Luther sagen: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Leitfrage für die Woche: Worauf hoffe ich? Wer oder was nährt diese Hoffnung?

Bibelvers für die erste Woche zum Auswendig-Lernen
„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“(Römer 8,38-39)

für dich
Nimm dir Zeit und finde ein Symbol, ein Wort oder einen Spruch, der für dich Hoffnung ausdrückt. Male oder schreibe ihn auf – groß, klein, einfach oder verschnörkelt, so wie es zu dir passt und platziere ihn irgendwo in deiner Nähe, wo du ihm jeden Tag begegnest. Nimm dir Zeit und finde ein Symbol, ein Wort oder einen Spruch, der für dich Hoffnung ausdrückt. Male oder schreibe ihn auf – groß, klein, einfach oder verschnörkelt, so wie es zu dir passt und platziere ihn irgendwo in deiner Nähe, wo du ihm jeden Tag begegnest.

für andere
Setze ein Zeichen der Hoffnung – schenke jemandem eine Kerze und ein gutes Wort dazu, spende Geld für einen guten Zweck, bete für einen Menschen in Not oder triff eine gute Entscheidung für die Zukunft. Was ist das Apfelbäumchen, das du in dieser Woche pflanzen kannst?