Herberge und Frieden auf Erden, aber wo bitte ... unter kosmischen Rendezvous - 2014 - O, du gnadenreiche Zeit!

Wo ist das wahre Ziel ... im Stall bei der der Heiligen Familie, die aber schon bald nach der Geburt Jesu in ein anderes Land flüchten mussten, ... so, wie Millionen heute. Anklopfen, wie zwei arme Leut‘, die abgewiesen werden in die Kälte der Welt, dorthin, wo man zu anderen Sternen unterwegs ist. Knapp am Mars vorbei, gelandet auf einem Kometennebel - nicht auf dem Stern von Bethlehem, wo noch immer Gewalt herrscht. Vielmehr hat uns Gott einmal mehr mit den Augen von Astronaut Gerst in der Raumstation gezeigt, wie man in kosmischen Dimensionen den „zerbrechlichen“ Frieden auf Erden ahnen könnte. Jeder fünfte in Deutschland ist angeblich von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen, weil Geld, Auto oder Heizung fehlt; und noch schlimmer jenseits der sogenannten Sozialstandards, wo viele tausend Flüchtlinge mit ihrem Schicksal um Herberge kämpfen. - Beim harmlosen Krippenbauen haben wir allerdings dazu einen Grundinstinkt stets empfinden können, dass nämlich ein leerer Stall, eine leere Krippe für alle eine hoffnungslose, eine leblose Szenerie ist ohne das Gefühl und Geschenk eines fröhlich springenden Herzens, weil der Nächste auch eine Lebensperspektive hat. Vielleicht muss man das Krippenbauen neu lernen in dieser Zeit des Anklopfens mit der einzigen Sehnsucht: Lasst uns und unsere Kinder als Menschen leben! „Nach Hause kommen, das ist es, was das Kind von Bethlehem allen schenken will, die weinen, wachen und wandern auf dieser Erde." (Friedrich von Bodelschwingh) Das Werk von Weihnachten beginnt erst dann, wenn der Gesang der Engel verstummt, wenn der Stern am Himmel untergegangen ist, wenn die Könige heimgekehrt und die Hirten mit ihrer Herde fortgezogen sind. Dann gilt es im Alltag die Verlorenen finden, die Zerbrochenen heilen, den Flüchtlingen eine würdige Bleibe geben, die Unterdrückten aufrichten und den Menschen Frieden bringen. Auch unseren Wunschzettel haben wir an der Weihnachtskrippe ausgelegt mit der frohen Botschaft aus Klingelbach an unsere neue Pfarrvikarin: Herzlich Willkommen Frau Dr. Anneke Peereboom. Ihr Kommen nährt unsere Seelen und bringt Gott zum Lachen ... über alle Pläne. Auch für sie, noch in der Ferne, immer ein Lichtlein mehr durch die dunklen Stunden ... von Dirk Othegraven ... all überall in Krippe und Kirche bereit, leuchtet so langsam in die Weihnachtszeit. Schenke mit Geist ohne List, sei eingedenk, dass dein Geschenk du selber bist (Joachim Ringelnatz). Liebe Brigitte Winkenbach, Du hast unsere schönen Bilder und Texte mit großer Hingabe nun endlich an das Licht der Welt gebracht. Wir und die Welt sagen Dir dafür von Herzen Danke. Die Krippe wünscht allen eine gesegnete Weihnachtszeit.

Klingelbach, 21. Dezember 2014
Wolfgang Müller